Red River, 1948, Howard Hawks

Red River

Regie: Howard Hawks; Drehbuch: Borden Chase, Charles Schnee nach der Zeitungsartikel-Serie "The Chisholm Trail" von Borden Chase; Kamera: Russell Harlan; Schnitt: Christian Nyby; Musik: Dimitri Tiomkin; Darsteller*innen: John Wayne, Montgomery Clift, Joanne Dru, Walter Brennan, John Ireland. US, 1948, 35mm, sw, 132 min. Englisch
 
Ein Zeitblock: Warten und fiebrige Ruhe in der Morgendämmerung. Dann eine Montage-Explosion von Gesichtern brüllender Cowboys. Und in machtvoller Totale setzt sich die Rinderherde in Bewegung, begleitet von Dimitri Tiomkins nicht minder machtvoller Musik. Mit einer grandiosen Kinosequenz sendet Hawks seine Rinder und Reiter auf den Chisholm Trail und seinen Film auf die Tausendmeilenreise. John Wayne, monomaner Rinderbaron von alttestamentarischem Kaliber, schickt jeden meuternden Cowboy ins Grab und einen Bibelspruch hinterdrein. Sein Adoptivsohn rebelliert, entmachtet den Vater-Boss, der eine der mythischen dunklen Gestalten des Western ist. Am Ende des Trails laufen die Fäden des filmischen Entwicklungsromans, die Lebensläufe und Wegstrecken im Showdown zusammen. Wie ein großer Fluss hat Red River zuvor Zeit- und Raumwelten durchmessen, um sich an der Meeresmündung mit der Quelle zu versöhnen. (H.T.)
 
Einführung von Christoph Huber am 15. Mai