The Gunfighter, 1950, Henry King

The Gunfighter

Regie: Henry King; Drehbuch: William Bowers, William Sellers nach einer Erzählung von William Bowers, André De Toth; Kamera: Arthur Miller; Schnitt: Barbara McLean; Musik: Alfred Newman; Darsteller*innen: Gregory Peck, Helen Westcott, Karl Maiden. US, 1950, 35mm, sw, 84 min. Englisch
 
Ein Westernklassiker und Genremarkstein: die Geschichte eines müde gewordenen Revolvermanns, sinnlos gewordener Rituale und vergeblicher Versuche, dem eigenen Ruf zu entkommen. Henry King erzählt sie 1950 zum ersten Mal und besser als die meisten Nachfolge-Filme. Ein neorealistisches Ballett mit den Gesten von Stolz, Einsamkeit und Resignation – verknappt in Zeit und Raum auf wenige Stunden und die Bühne einer behäbig gewordenen Präriestadt. Präzise die Inszenierung, spröd die Schwarzweißfotografie, brütend das Understatement des Titelhelden. Kein Western über die Legende, sondern über die Fakten. Und trotzdem ein Film, der die Zivilisation über die Klinge springen lässt und dem Untergang des gunfighter utopische Züge verleiht. (H.T.)
 
Einführung von Christoph Huber am 21. Mai