The Last Frontier

Regie: Anthony Mann; Drehbuch: Philip Yordan, Russell S. Hughes, Ben Maddow (nicht genannt) nach der Novelle The Gilded Rooster von Richard Emery Roberts; Kamera: William Mellor; Schnitt: Al Clark; Musik: Leigh Harline, Morris Stoloff; Darsteller*innen: Victor Mature, Guy Madison, Robert Preston, Anne Bancroft. US, 1955, 35mm, Farbe, 93 min. Englisch
 
"Civilization is creeping up on us", sagt ein alteingesessener Trapper zu Anfang von The Last Frontier und die stupende Inszenierung der Landschaft unterstreicht die Zähmung der Natur durch die Besiedelung: "So wie Cézanne ihn malen würde, so will Anthony Mann uns den luftigen Raum spüren lassen, nicht wie die Leere zwischen Horizont und Horizont, sondern wie die konkrete Qualität des Raums." (André Bazin). Aus der Weite der Natur lösen sich drei Gestalten, die sich bald im geregelten Alltagsleben und den strengen, geometrischen Formationen eines militärischen Forts einzugliedern versuchen: Der Aufstand der von den Weißen zusehends bedrängten Indianer führt Trapper Jed (exzellent: Victor Mature) und seine Freunde in eine Zivilisation, der die Zukunft gehört und die im vom Studio verordneten versöhnlichen Ende zementiert wird, auch wenn sie Mann und sein Autor Philip Yordan sonst mit Skepsis zeichnen. (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber am 23. Mai

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