Alois Gugutzer, Filmvorführer: "Das Zelluloid, das läßt einen nicht los.", 1979, Peter Goedel (© Gerd Pfeiffer)

Alois Gugutzer, Filmvorführer: "Das Zelluloid, das läßt einen nicht los."

Regie, Drehbuch, Schnitt: Peter Goedel; Kamera: David Slama, Wolfgang Höpfner; mit: Alois Gugutzer, Peter Goedel. BRD, 1979, 16mm, Farbe und sw, 99 min. Deutsch
 
Ein Dokumentarfilm über eine vergangene Ära: Als Kind hat Alois Gugutzer noch das Ende der Stummfilmzeit erlebt, seither war er dem Kino verfallen. Mit 60 steht er an seinem Arbeitsplatz, der Vorführkabine des Münchner Royal-Palasts, das zu einem Multiplex mit vier Sälen umgebaut wurde. Während er sich um die Projektion kümmert, erzählt er vom Soldaten- und Wanderkino, das er betrieben, und von den Galapremieren und Filmstars nach dem Krieg, die er miterlebt hat. Wie als Begleitmusik legt sich das Rattern der Maschinen über die Tonspur, die Stimmen, Geräusche und Scores der gerade laufenden Filme. Auch wenn sein Berufsstand inzwischen den soliden handwerklichen Charakter längst verloren hat, kann sich Alois Gugutzer nicht vom Film trennen: "Ich brauch' das, ich muss das haben", sagt er und zeigt auf den Filmprojektor, "das Zelluloid, das läßt einen nicht los." (M.O./B.M.)
 
In Anwesenheit von Peter Goedel