Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren, 1990, Peter Goedel (© Reinhard Köcher)

Ortelsburg – Szczytno. Es war einmal in Masuren

Regie: Peter Goedel; Drehbuch: Wolfgang Koeppen; Kamera: David Slama; Schnitt: Peter Goedel, Lili von Otting, Peter Przygodda; Darsteller*innen: Oliver Deska, Bettina Kenter, Sascha Böhme; Erzähler: Wolfgang Koeppen. BRD, 1990, 16mm, Farbe, 82 min. Deutsch
 
Davor:
Tod in Rom Ein Film von Peter Goedel und Peter Nau. DE, 2022, DCP, Farbe, 12 min. Deutsch
 
Eine Reise zurück in die Kindheit. Der deutsche Schriftsteller Wolfgang Koeppen (1906–1996) wuchs in einem ostpreußischen Städtchen am Rand der masurischen Seenplatte auf, wo er nach eigener Aussage die schönsten Jahre seines Lebens verbrachte: in Ortelsburg, das seit 1945 zu Polen gehört. In einem imaginären Dialog führt der Dokumentarspielfilm die Erinnerungen des 84-jährigen Autors an diese Zeit mit den Erzählungen eines 14-jährigen Buben namens Pawel aus dem heutigen Szczytno zusammen. So trägt uns der Film "den Klang dieser untergegangenen Welt über die Jahre eines langen Menschenlebens hinweg wieder zu" (Peter Nau) und entfaltet ein sehr persönliches Panorama der wechselhaften Geschichte Deutschlands und Polens von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Der gerade erst fertiggestellte Kurzfilm Tod in Rom wird als Weltpremiere gezeigt und entstand nach einem Essay von Stephan Oswald: "Das Grabmal als Merkzeichen. August von Goethes Tod in Rom" (erschienen in der Zeitschrift Sinn und Form, März/April 2022). (M.O./B.M.)
 
In Anwesenheit von Peter Goedel, Einführung von Peter Nau
 
Courtesy Filmmuseum München