Hiding in the Lights, 2020, Katrina Daschner

Hiding in the Lights

Katrina Daschner. AT/DE/ES/IT, 2020, DCP, Farbe, 72 min
 
Schillernd, pulsierend, fluid, nass, pudrig, revolutionär: Katrina Daschner verwebt in Hiding in the Lights den performativen queeren Kosmos ihrer an Arthur Schnitzlers Traumnovelle angelehnten achtteiligen Filmserie zu einer sonor stillen, visuell opulenten Oper, die queer als identitätszersetzende Kraft begreiflich macht. In Rückwendung zu den Anfängen des Kinos und in betörender Plastizität lässt sie jene Träume erblühen, die Schnitzler dem ernüchternden Erwachen im Korsett bürgerlicher Moral opfert. Daschner verfährt im denkbar umfassendsten Kontrastprogramm, das Sex nicht dem bloßen Genussversprechen imaginierter Bilder überlässt. Begehren, Lust und Projektionen werden hier jenseits verankerter Genderpositionen ausagiert – und in ihrem utopischen und revolutionären Potenzial alternativer Formen der Kollektivität und Konnektivität erfahrbar. (K.M.)
 
Katrina Daschner im Gespräch mit Katharina Müller

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