Jayueui Onduk (Hill of Freedom), 2014, Hong Sangsoo

Jayueui Onduk (Hill of Freedom)

Hong Sangsoo. KR, 2014, DCP, Farbe, 67 min. Koreanisch mit engl. UT
 
Hill of Freedom setzt den in In Another Country begonnenen transkulturellen Dialog auf einer panasiatischen Ebene fort. Auch dieses Mal wird hauptsächlich in gebrochenem Englisch parliert, da der japanische Sprachlehrer Mori (Ryō Kase, der zuvor schon mit Gus Van Sant und Abbas Kiarostami arbeitete) kein Koreanisch spricht und die Koreaner*innen kein Japanisch. Wegen einer verflossenen Liebe verschlägt es Mori nach Seoul, aber anstatt seine Ex-Freundin wiederzutreffen, bandelt er mit der Caféhausbesitzerin Young-sun (Moon So-ri) an. Scheint die "Freiheit" im Titel ungewöhnlich für einen Regisseur, der die nicht ganz so freien, vorbewussten und unbewussten Mechanismen der Wiederholung in unseren Handlungen offenlegt, so entpuppt sich der "Hügel der Freiheit" einmal mehr als ironischer Titel: Es ist bloß der Name des Cafés. Anstatt die Freiheit zu finden, stolpert der linkische Mori in unbehagliche Situationen hinein, für deren Charakteristik nur das Englische die passende sprachliche Bezeichnung parat hat: awkwardness. (S.L.)