Al di là del bene e del male (Jenseits von Gut und Böse), 1977, Liliana Cavani

Al di là del bene e del male (Jenseits von Gut und Böse)

Liliana Cavani, IT/FR/BRD 1977
Drehbuch: Liliana Cavani, Franco Arcalli, Italo Moscati; Kamera: Armando Nannuzzi; Schnitt: Franco Arcalli; Musik: Daniele Paris; Darsteller*innen: Dominique Sanda, Erland Josephson, Robert Powell, Virna Lisi, Michael Degen. 35mm, Farbe, 127 min. Italienisch mit engl. UT 
 
Jede Mann-Frau-Beziehung sei immer sadomasochistisch, stellte Cavani in einem Interview fest, als sie mit vierzig Jahren diesen Film herausbrachte. Der Titel ist die italienische Entsprechung von Jenseits von Gut und Böse, jenem Werk, in dem Friedrich Nietzsche eine neuartige Philosophie der Immoralität entwirft. Cavani erzählt von Nietzsches Leidenschaft für Lou Andreas-Salomé, von der Dreierbeziehung der beiden mit Paul Rée und von hemmungslosem Straßen-Sex mit Unbekannten. Nachdem Rée beim Wandern zu Tode kommt, taucht er bei einer spiritistischen Séance aus dem Jenseits auf, sagt, er sei nun glücklich, erkannt zu haben, dass er eine Frau sein wolle, die durchgevögelt wird. Herausragend: Michael Degen als Lous Ehemann Carl Andreas. Preisgekrönt: Virna Lisi als Elisabeth Förster, hochneurotisch aus unerfüllter Liebe zu ihrem Bruder Friedrich Nietzsche. (C.Hö.)
 
Courtesy Cineteca di Bologna