WO-DA-VOR-BEI, 1958, Marc Adrian

Schrift.Bild 2: Transformation

WO-DA-VOR-BEI Marc Adrian. AT, 1958, 16mm, sw, 1 min
Word Movie (Fluxfilm 29) Paul Sharits. US, 1966, 16mm, Farbe, 4 min
Pop 1 – Dock 1 – Dock 2 – Letter – Dot Diter Rot. DE, 1957–61, 16mm, Farbe, 9 min
I ... Dreaming Stan Brakhage. US, 1988, 16mm, Farbe, 7 min
Gently Down the Stream Su Friedrich. US, 1981, 16mm, sw, 12 min
Ägypten Kathrin Resetarits. AT, 1997, 16mm, sw, 11 min
Transformation Gerda Lampalzer. AT, 2009, DCP, Farbe, 23 min
 
WO-DA-VOR-BEI ist noch einmal ein Beispiel für die "puristischen" Formen des Schriftfilms, wie sie zum Auftakt im ersten Programm dieses Vogel-Atlas versammelt sind. Ausgehend davon widmet sich der zweite Filmblock des Abends dann dezidiert dem Ausbau des Textfilm-Potenzials durch den Einsatz zusätzlicher Mittel: Etwa indem auf der Tonspur andere Wörter zu hören sind als man sie im Bild liest (Word Movie) oder durch die Kombination von abstrakten Schriftfilmen mit gegenständlichen Partnerwerken (bei Diter Rot). Stan Brakhage und Su Friedrich verwenden die Schrift in Kombination mit Bildern, um neue Bedeutungsebenen zu erschließen. Vollends befreit vom konventionellen Kontext wird die Schrift schließlich bei Kathrin Resetarits durch die Übertragung in (Gebärdensprache-)Gesten und bei Gerda Lampalzer durch eine so originelle wie erheiternde kompositorische Umformung: Text aus fünf Ausgangssprachen wird durch das Wunder der Einzelbildmontage in Deutsch verwandelt – als Wort, Schrift und Bild. (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber

Spieltermine: