Pacific Motion, 1981, Michael Glawogger

Michael Glawogger: Kurzfilmprogramm 2

Pacific Motion Kamera: Michael Glawogger. US, 1981, 16mm, Farbe, 5 min
A Perfect Day Kamera: Michael Kreihsl; Darsteller*innen: Michael Kienzer, Sandra Foitl. AT, 1983, DCP (von 16mm), Farbe, 11 min. Deutsch
Die Fremden Städte Kamera: Joachim Ramsauer, Michael Kreihsl; Darsteller*innen: Claudia Engelhardt, Klaus Ortner. AT, 1983/84, DCP (von 16mm), sw, 8 min. Deutsch
Tod eines Lesenden Kamera: Michael Kreihsl, Joachim Berc; Musik: Armin Pokorn; Darsteller*innen: Reinhard Hauser, Marian David, Erwin Leder, Götz Spielmann, Emanuel Schmid. AT, 1984, 16mm, Farbe, 16 min. Deutsch mit engl. UT
Haiku Michael Glawogger; Kamera: Anton Mathis, Johann Eder; Darsteller*innen: Barbara Zuber. AT, 1987, 35mm, Farbe, 3 min
Mai Thai (Mozart Minute 26) Kamera: Michael Glawogger; Schnitt: Monika Willi; Darsteller*innen: Andreas Kiendl. AT, 2005, 35mm, Farbe, 1 min
Arbeitswege AT, 1984, DCP (von 16mm), Farbe, 28 min. Deutsch
 
Zum zehnten Todestag von Michael Glawogger zeigen wir seine ersten und letzten Bilder (im Anschluss bei Untitled). Dieses zweite Programm mit frühen Kurzfilmen bietet nochmal einen bestechenden Querschnitt seiner Anfänge, beginnend mit Pacific Motion, einer dynamischen Studie von (amerikanischen) Zügen in Bewegung. A Perfect Day schließt in gewisser Weise daran an: Fahrten in der Wiener U-Bahn und durch den Grazer Plabutsch-Tunnel säumen die mit J.-D.-Salinger-Dialogen garnierte Handlung (teils wurde auch in der Grazer Wohnung von Glawoggers Eltern gedreht). Weitere Werke aus der Filmkademie-Zeit folgen mit dem schrägen Kunstfilm Die Fremden Städte (samt Korngold-Musik und Monumentalstummfilm-Katastrophe), der dystopischen Parabel Tod eines Lesenden (nach Arthur Schnitzler) und dem Mini-Meisterwerk Haiku, das in drei Minuten Glawogger-Bilder zwischen Schwerarbeit und Alltagsstudie zum poetischen Stakkato bündelt. Der wesentlich später entstandene Mai Thai ist ein Mozart Minute-Beitrag als knallbunte Sing-Along-Party. Zum Abschluss eine echte Entdeckung: Arbeitswege, Glawoggers erste Studie zu einem Thema, das ihn zeitlebens beschäftigen würde. Die Tonspur ist nicht vollständig erhalten, aber selbst mit fragmentarischem Audio fasziniert diese pointierte Beobachtung von Lebens- und Arbeitswelten. (C.H.)
 
In Anwesenheit der Mitarbeiterinnen Ortrun Bauer, Andrea Wagner und Eva Mayer-Dopplinger