Laborat, 2014, Guillaume Cailleau
Riot Not Diet, 2018, Julia Fuhr Mann
El triunfo de Sodoma (Der Triumph von Sodom), 2020, Goyo Anchou
Yūheisha (Gefangener/Terrorist), 2006, Adachi Masao
A.I. AT WAR, 2021, Florent Marcie
Mizu no nai puru (Ein Pool ohne Wasser), 1982, Wakamatsu Kōji
Quality Control, 2011, Kevin Jerome Everson (© Kevin Jerome Everson, trilobite-arts DAC, Picture Palace Pictures)
Lluvia de jaulas (Käfigregen), 2019, César González
Blua, 2017, Carolina Charry Quintero
The Insomnia of a Serial Dreamer, 2020, Mohamed Soueid
A Floral Tribute for Essex Road, 2019, Jayne Parker

Film as a Subversive Art 2021
A Tribute to Amos Vogel

22. Oktober bis 25. November 2021

Die gemeinsame Retrospektive der Viennale und des Österreichischen Filmmuseums 2021 ist eine Hommage an Amos Vogel (1921–2012). Dem Sohn Wiener Juden – geboren als Amos Vogelbaum – gelang 1938 die Flucht vor den Nazis über Kuba in die USA. In seiner Wahlheimat New York City wurde er zu einem der einflussreichsten Filmkuratoren weltweit, zuerst mit dem von ihm gegründeten Filmklub Cinema 16 (1947–63), dann als Mitbegründer des New York Film Festival. Mit seinem Buch Film as a Subversive Art (1974), das Generationen von Cinephilen und Programmgestalter*innen beeinflusste, untermauerte er nochmal sein Verständnis von Kino als eine Form des ästhetischen, sozialen und politischen Aktivismus.
 
Unsere gemeinsame Schau wiederholt weder Vogels Filmprogramme noch zeigen wir jene Filme, über die er geschrieben hat. Vielmehr verstehen wir Amos Vogel als Erforscher einer kinematographischen Gegenwart. Statt in memoriam Vogel die Arbeiten zu zeigen, für die er sich einsetzte und damit in die Filmgeschichte einschrieb – darin auch ganz dem Geist seiner Zeit verpflichtet –, wollen wir in seine Fußstapfen treten und Vogels Werte – Vielstimmigkeit, politisches Bewusstsein, ästhetische und gesellschaftliche Sprengkraft und Subversion – aus heutiger Perspektive aufgreifen.
 
Film as a Subversive Art 2021 feiert Vogels 100. Geburtstag und stellt zugleich kuratorische Verantwortung und Privilegien zur Diskussion. Wir haben sechs geschätzte Kolleg*innen aus aller Welt eingeladen, Programme zusammenzustellen, die aus gegenwärtigen oder rezenten Filmen bestehen. Eine Vorgabe war, dass nur Werke infrage kommen, die nach der Publikation von Film as a Subversive Art entstanden sind. Die andere, dass alle Programme sich mit der Frage auseinandersetzen, was "Film", "subversiv" und "Kunst" heute heißen kann. Die Ergebnisse haben uns überrascht und begeistert und wir laden Sie ein, diese Überraschung und Begeisterung zu teilen. (Eva Sangiorgi, Michael Loebenstein, Jurij Meden)
 

Kurator*innen

Nicole Brenez: Bild-Dialoge in der Zeit der sechsten Auslöschung
Hirasawa Go: Revolutionäres japanisches Kino: Subversion und Schöpfung
Kim Knowles: Subversive Körper
Birgit Kohler: Dass es "so weiter" geht, ist die Katastrophe.
Roger Koza: Die Vielfalt der subversiven Erfahrung
Nour Ouayda: Auf arabisch kann Freundschaft auch Ehrlichkeit bedeuten

Die Kurator*innen der Retrospektive sind mit Ausnahme von Hirasawa Go während der Viennale anwesend und werden die Vorführungen mit Einführungen und Gesprächen begleiten.

Eine gemeinsame Retrospektive der Viennale und des Österreichischen Filmmuseums

Während der Viennale im Filmmuseum von 21. bis 31. Oktober gelten gesonderte Ticketregelungen.
Zusätzliche Materialien

Programm: