Buchpräsentation und Filmprogramm:
Karl Sierek: Wege. Spuren und Bahnen der Bewegung im Kino (Band 5)
9. November 2026
In den sechs Bänden der Buchreihe Wege. Spuren und Bahnen der Bewegung im Kino treffen Wegebauten und Bewegungsbilder aufeinander. Seit es das Kino gibt, wird das Furchen von Spuren und Legen von Bahnen durch Land- und Stadtschaften in bewegten Bildern präsentiert, reflektiert und differenziert. Eine der ältesten Fertigkeiten des Menschen, nämlich die Herstellung von Wegen vor Ort, stößt damit auf die Vorstellung von Bewegung im Bild. Dabei befruchten sich die beiden Kulturtechniken des Wegebaus und des Filmemachens wechselseitig. Ihre Bahnungen und Spurungen führen zu jenem Reichtum ästhetischer Ausdrucksformen, der uns bis heute in die Kinos lockt.
Im ersten Band haben die Lesenden, das Vademecum einiger Grundbegriffe der Theorie filmischer Weglichkeit im Gepäck, via Film in Fahrzeugen, Flugzeugen oder Gehzeugen Platz genommen und konnten sich dort begrifflich einrichten. Der zweite Band hat gefragt, wie dieses Einrichten und Einnisten im Kinosaal zum Aufbruch (und Ankunft) gezeigter Wege und erzählter Geschichten wird. Der dritte Band, Unterwegs, hat die verschiedenen Verkehrsmittel vorgestellt sowie ihre unterschiedlichen Formen, Vektoren und Dynamiken sondiert. Der vierte Band geht vom Anderen filmischer Fortbewegung aus: von den Wegen als jenen Sphären, die den Ortswechsel und seine Darstellung auf der Leinwand ermöglichen und sichtbar machen.
Der fünfte Band wendet sich der Untersuchung bahnungsabhängiger Zielbestimmtheit zu. Auf das Studium des Wo? und Wie? der Wege folgt das Interesse am Wohin?. Der erste Teil fragt nach schriftlichen Ankündigungen von Zielen wie etwa Wegweiser und Ortstafeln. Der zweite Teil wendet sich vertikalen Wegen zu: Felswände, die das Gehen auf Händen vorführen, Aufzüge und Treppenanlagen, die sich als Determinanten gesellschaftlicher Stratifizierung erweisen. Das dritte Kapitel kehrt in die Horizontale filmischer Weglichkeit zurück. Es erforscht Auswege, Umwege oder Abwege. Um eine der vielfältigen Funktionen filmischer Treppen zu diskutieren, ist ein kurzes Beispiel der Überschreibung der Eisenstein'schen Odessa-Treppe zu sehen: Odessa Crash Test (Notes on Film 09) [Norbert Pfaffenbichler, 2014] unterzieht die Kinderwagen-Einstellungen einer präzisen Versuchsanordnung, welche die Kombinatorik der Vertikalitäten auf den Prüfstand stellt. (Karl Sierek)
Karl Sierek, Wege. Spuren und Bahnen der Bewegung im Kino (Bd. 5), Wien: Sonderzahl 2026
In Anwesenheit von Karl Sierek und Dieter Bandhauer
In den sechs Bänden der Buchreihe Wege. Spuren und Bahnen der Bewegung im Kino treffen Wegebauten und Bewegungsbilder aufeinander. Seit es das Kino gibt, wird das Furchen von Spuren und Legen von Bahnen durch Land- und Stadtschaften in bewegten Bildern präsentiert, reflektiert und differenziert. Eine der ältesten Fertigkeiten des Menschen, nämlich die Herstellung von Wegen vor Ort, stößt damit auf die Vorstellung von Bewegung im Bild. Dabei befruchten sich die beiden Kulturtechniken des Wegebaus und des Filmemachens wechselseitig. Ihre Bahnungen und Spurungen führen zu jenem Reichtum ästhetischer Ausdrucksformen, der uns bis heute in die Kinos lockt.
Im ersten Band haben die Lesenden, das Vademecum einiger Grundbegriffe der Theorie filmischer Weglichkeit im Gepäck, via Film in Fahrzeugen, Flugzeugen oder Gehzeugen Platz genommen und konnten sich dort begrifflich einrichten. Der zweite Band hat gefragt, wie dieses Einrichten und Einnisten im Kinosaal zum Aufbruch (und Ankunft) gezeigter Wege und erzählter Geschichten wird. Der dritte Band, Unterwegs, hat die verschiedenen Verkehrsmittel vorgestellt sowie ihre unterschiedlichen Formen, Vektoren und Dynamiken sondiert. Der vierte Band geht vom Anderen filmischer Fortbewegung aus: von den Wegen als jenen Sphären, die den Ortswechsel und seine Darstellung auf der Leinwand ermöglichen und sichtbar machen.
Der fünfte Band wendet sich der Untersuchung bahnungsabhängiger Zielbestimmtheit zu. Auf das Studium des Wo? und Wie? der Wege folgt das Interesse am Wohin?. Der erste Teil fragt nach schriftlichen Ankündigungen von Zielen wie etwa Wegweiser und Ortstafeln. Der zweite Teil wendet sich vertikalen Wegen zu: Felswände, die das Gehen auf Händen vorführen, Aufzüge und Treppenanlagen, die sich als Determinanten gesellschaftlicher Stratifizierung erweisen. Das dritte Kapitel kehrt in die Horizontale filmischer Weglichkeit zurück. Es erforscht Auswege, Umwege oder Abwege. Um eine der vielfältigen Funktionen filmischer Treppen zu diskutieren, ist ein kurzes Beispiel der Überschreibung der Eisenstein'schen Odessa-Treppe zu sehen: Odessa Crash Test (Notes on Film 09) [Norbert Pfaffenbichler, 2014] unterzieht die Kinderwagen-Einstellungen einer präzisen Versuchsanordnung, welche die Kombinatorik der Vertikalitäten auf den Prüfstand stellt. (Karl Sierek)
Karl Sierek, Wege. Spuren und Bahnen der Bewegung im Kino (Bd. 5), Wien: Sonderzahl 2026
In Anwesenheit von Karl Sierek und Dieter Bandhauer
Zusätzliche Materialien
Programm Wege (3) - Okt / Nov 2024
Link Sonderzahl Verlag