Neun Leben hat die Katze, 1968, Ula Stöckl (Foto: Deutsche Kinemathek)

Neun Leben hat die Katze (1968)

Regie, Drehbuch: Ula Stöckl; Kamera: Dietrich Lohmann, Thomas Mauch; Musik: Bob Degen, Fred Braceful, Manfred Eichler; Darsteller: Liane Hielscher, Christine de Loup, Jürgen Arndt, Antje Ellermann, Alexander Kaempfe. DCP (von 35mm), Farbe, 90 min
 
München im Sommer 1967. Die Journalistin Katharina erhält Besuch von ihrer französischen Freundin Anne. Sie unternehmen Ausflüge, besuchen Cafés, Bekannte und Partys. Dabei erkunden sie in Gesprächen die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft. Der essayistische Spielfilm stellt fünf Frauentypen ins Zentrum der episodischen Handlung. Nach Christa Maerker ist dies der erste feministische Film in der BRD, nach Frieda Grafe zeigt er "wie sehr wir gelebt werden" anstatt selbst zu leben. Regulär ins Kino kam Neun Leben hat die Katze wegen der Insolvenz des Verleihs jedoch nicht. Die Deutsche Kinemathek brachte den Film in den 1990er Jahren in Zusammenarbeit mit dem Basis-Filmverleih wieder heraus, analog umkopiert von der einzig erhaltenen Technicolor-Kopie. Ein weit besser an den wilden Originalfarben angelehntes Kinoerlebnis ergibt sich aber nach der Digitalisierung auf Basis des Techniscope-Originalnegativs, die 2014 bei ARRI realisiert werden konnte.
 
In Anwesenheit von Martin Koerber (Deutsche Kinemathek)
 
Courtesy of Deutsche Kinemathek

 

In the summer of 1967 in Munich, journalist Katharina receives a visit from her French friend, Anne. The two take day trips and visit cafés, acquaintances and parties. In a series of conversations, they discuss the chances for female emancipation in a male-dominated society. This essay film places five different types of women at the centre of an episodic narrative. In 1968, director Ula Stöckl said: "Women have never had so many chances to organize their lives the way they want. But first they have to learn that they can want something." Film critic Christa Maerker called The Cat Has Nine Lives West Germany's "first feminist film." Originally shot in Techniscope and printed using the Technicolor dye-transfer process, the film has been digitized by ARRI in 2014 using the original negative.

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