20,000 Years in Sing Sing (1932)

Regie: Michael Curtiz; Drehbuch: Wilson Mizner, Brown Holmes; Kamera: Barney McGill; Musik: Bernhard Kaun; Darsteller: Spencer Tracy, Bette Davis, Arthur Byron, Grant Mitchell. s/w, 78 min
 
Ein archetypisches Produkt aus dem Hause „West Point, Sing Sing and San Quentin“, wie man das Warner Brothers Studio in den Thirties ob seiner Neigung zum Realismus unter den Auspizien opulenter Gewalt zu umschreiben beliebte. Der Warner-Stil vermengt Pulp Fiction, Alltag, Romanze und eine Andeutung harscher „Dokumentaristik“ zur unverwechselbaren Trademark. Was es über das schmutzige, harte Amerika jener Zeit im Kino zu sagen gibt - es stammt von Warner Bros. Etwa 20,000 Years in Sing Sing. Eine Aura von Authentizität: „reale“ Sträflinge, das „echte“ und berüchtigte Gefängnis Sing-Sing, die „wahren“ Aufzeichnungen eines Wärters. Andererseits die Magnetismen der Kinomythologie. Feelings bigger than life. Liebe. Ehre. Gangster-Kodex. Spencer Tracy. Bette Davis. Die Sprache des Revolvers und des Stolzes. Michael Curtiz’ schöner Film gibt Gelegenheit zu beobachten, wie sich beide Perspektiven annähern und überlagern. (H.T.)

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