Paisà

Paisà (1946)

Regie: Roberto Rossellini; Drehbuch: Sergio Amidei, Federico Fellini, Rossellini; Kamera: Otello Martelli; Musik: Renzo Rossellini; Darsteller: Carmela Sazio, Robert Van Loon, Alfonsino, Giulietta Masina, Bill Tubbs. s/w, 125 min
 
Italien im Zeitraum Juli 1943 bis Winter 1944. Rossellini erzählt nicht von Schlachten, sondern von deren Rändern, Echos, Auswirkungen, Metastasen. Eine Chronik des Befreiungskriegs durch die Alli­ierten. Sechs Episoden, Miniaturfilme im Film, Splitter im Essay. Statt „Helden“ einfache Bauern, Fischer, Soldaten, Slumkinder, Mönche, Frauen, Zivilisten. Sizilianer repräsentiert von Sizilianern, GIs von GIs, Deutsche von Deutschen, Neapolitaner von Neapolitanern, Römer von Römern, Briten von Briten. Keine Schau-Spieler. Dafür Personen - geprägt von Region, Sprache, Dialekt, Herkunft, Bestimmtheit. Statt herausragender Operationen der Krieg im ­boden­fressenden, verschluckenden Nebenbei. Furor der ­Rand­phänomene: Chaos, furchtbare Zufälle, Scharmützel, Schwarzmarkt, Prostitution, qualvoll langsames Ermorden von Partisanen. Paisà: Rossellini auf dem Weg, die Totalität eines Geschehens ­darzustellen. Ein Versuch. Der Krieg in Italien. (H.T.)

Spieltermine:

So 22.05.2011 16:00
(Ital. OmeU)
Sa 11.06.2011 21:00
(Ital. OmeU)