Yella (© Hans Fromm)

Yella (2007)

Regie, Drehbuch: Christian Petzold; Kamera: Hans Fromm; Darsteller: Nina Hoss, Devid Striesow, Hinnerk Schönemann, Burghart Klaußner, Barbara Auer, Martin Brambach, Selin Barbara Petzold, Christian Redl. 35mm, Farbe, 89 min

 
Zum Auftakt:

Exploration (2003) von Joerg Burger. Video, Farbe, 18 min

 
Zwei Mindgame-Filme. Statt plot twist-Getöse skeptische (Rollen-) Spiele mit der Erwartung, dass etwas im Nachhinein neu aufgerollt wird. Zweimal Körper als Erscheinung, Gesicht im Gespräch: Es drückt viel aus, aber was? Präsenzen im Raum? „Spricht grade jemand zu Ihnen?“ fragt die Psychiatrie-Novizin eine entrückte Patientin. Eine Schulungssituation, auch wir wissen nix: Exploration. Auch Christian Petzolds Yella übt im Umgang mit Sachen, die nicht da sind (fiktive Werte). Nina Hoss, entrückter Phönix aus dem Wasser, geht um im Land der Reichen, die Leichen werden. Ein Carnival of Capital-Souls mit Absenzen, Rascheln und Cheshire-Cat Devid Striesow. „Viele, die munter zu leben glauben, sind wirtschaftlich leider schon tot.“ Kracauer wusste es. (D.R.)

 
Einführung von Drehli Robnik

Spieltermine: