Kranes konditori (Café Krane), 1951, Astrid Henning-Jens

Kranes konditori (Café Krane)

Regie, Drehbuch: Astrid Henning-Jensen nach dem Roman von Cora Sandel; Kamera: Per Jonson, Arthur J. Ornitz; Schnitt: Jan Erik Düring; Musik: Pauline Hall; Darsteller: Rønnaug Alten, Erik Hell, Wenche Foss. NO, 1951, 35mm, sw, 103 min. Norwegisch mit dt. UT
 
Die dänische Regisseurin Astrid Henning-Jensen reüssierte im Lauf ihrer jahrzehntelangen Karriere unter anderem bei den Filmfestivals von Cannes und Berlin sowie bei den Oscars, doch heute ist ihr Name außerhalb Skandinaviens zu Unrecht vergessen. Ein Musterbeispiel für ihre humanistische und neorealistisch geprägte Kinokunst ist Kranes konditori, eine in Norwegen gedrehte Literaturverfilmung, die Douglas Sirks berühmtes Hollywood-Melodram All That Heaven Allows um vier Jahre vorwegnimmt, wie Mark Cousins anmerkt. In einer kleinen norwegischen Küstenstadt lebt eine Frau namens Katinka, die alles für ihre Familie geopfert hat, doch der Mann hat sie verlassen und die Kinder zeigen keine Dankbarkeit. Als Katinka den Seemann Stivhatten kennenlernt, sieht sie nochmal die Chance auf einen Neuanfang. Doch in der titelgebenden Café-Konditorei, dem Zentrum der örtlichen Gerüchteküche, zerreißt man sich das Maul über die unbotmäßige Beziehung ... (C.H.)

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