Az én XX. századom (Mein 20. Jahrhundert), 1989, Ildikó Enyedi

Az én XX. századom (Mein 20. Jahrhundert)

Regie, Drehbuch: Ildikó Enyedi; Kamera: Tibor Máthé; Schnitt: Mária Rigó; Musik: László Vidovszky; Darsteller: Dorota Segda, Oleg Yankovskiy. HU, 1989, 35mm, sw, 104 min. Ungarisch mit engl. UT
 
Schon in den Eröffnungscredits von Ildikó Enyedis Spielfilmdebüt, preisgekrönt in Cannes, lässt sich eine Hommage nicht nur an das 20. Jahrhundert als Zeit der Moderne erkennen, sondern auch als Ära des Kinos. Am Anfang war das Licht, oder waren zumindest die wunderbaren Glühbirnen, die Thomas Alva Edison in einer öffentlichen Vorführung präsentierte. Gleich nach den sanft beleuchteten Gesichtern, die durch die Entdeckung aufstrahlen, wechselt die Regisseurin zur Geburt der Zwillingsschwestern Lili und Dóra (eine Verbeugung vor den Stummfilmstars Lilian und Dorothy Gish). Die beiden werden als Kinder entführt und getrennt. Als wir sie im Jahr 1900 wiedersehen, ist Lili zur politischen Agitatorin geworden, während Dóra ihr Glück als Luxus-Schwindlerin versucht ... Eine fabelhafte Kartografie des Fin-de-siècle-Europa in kontrastreichem Schwarzweiß, erweitert um Traum-Sequenzen und Fantasien: die alte Welt mit verwunderten neuen Augen gesehen. (I.M.)
 
Courtesy National Film Institute Hungary

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