The Disorderly Orderly, 1964, Frank Tashlin

The Disorderly Orderly

Regie, Drehbuch: Frank Tashlin; Kamera: W. Wallace Kelley; Schnitt: Russel Wiles, John Woodcock; Musik: Joseph J. Lilley; Darsteller: Jerry Lewis, Glenda Farrell, Kathleen Freeman, Everett Sloane. US, 1964, 35mm, Farbe, 89 min. Englisch
 
Irgendwann musste Jerry Lewis' Marsch durch die Institutionen in ein Krankenhaus führen, geht's doch bei ihm wieder und wieder um kaputte Seelen in überperfekten Körpern, die wie operativ korrigiert wirken. Anders als seine anderen Institutionskomödien offeriert The Disorderly Orderly keinen edukativen Spitalsrundgang, sondern ein ziemlich beängstigendes Psychodrama – eine Lachparade der Schmerzen. Arztsohn Jerome Littlefield würde (wie so viele seiner Jerry-Vorgänger) gerne dem Vater gefallen und in dessen berufliche Fußstapfen treten wollen, nur leidet (auch) er an einem Psychogebrechen: Er identifiziert sich so stark mit den Krankheiten anderer, dass er deren Symptome übernimmt. Unter solchen Umständen kann man niemanden heilen – aber den Prozess unterstützen, das könnte gehen. Denkt sich Jerome und findet eine Anstellung als Pfleger. Der Beginn von Lewis' Bergman-Periode – bis The Day the Clown Cried bleibt erst mal keine Wunde verschlossen. (O.M.)

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