Zvony pre bosých (Glocken für die Barfüßigen), 1965, Stanislav Barabáš (Foto: Slovenský filmový ústav)

Zvony pre bosých (Glocken für die Barfüßigen)

Regie: Stanislav Barabáš; Drehbuch: Ivan Bukovčan nach seiner Erzählung; Kamera: Vincent Rosinec; Schnitt: Maxmilián Remeň; Musik: Zdeněk Liška; Darsteller: Ewa Krzyzewská, Ivan Rajniak, Vlado Müller. Tschechoslowakei (Slowakei), 1965, 35mm, sw, 96 min. Slowakisch und Deutsch mit engl. UT
 
Stanislav Barabáš war neben Pal'o Bielik der zweite slowakische Großmeister, der sich mit populären und künstlerisch erfolgreichen Filmen dem Slowakischen Nationalaufstand widmete. Während Bielik jedoch eher geradlinige Erzählungen bevorzugte, zeichnete sich Barabáš durch einen komplexeren und beinahe lyrischen Zugang aus. Der beste seiner Partisanenfilme ist Zvony pre bosých, eine zurückhaltend erzählte Winterballade über zwei einsame, ängstliche Kämpfer, die unbeabsichtigt einen deutschen Soldaten gefangen nehmen und später einer hoffnungslos verzweifelten Frau begegnen. Im tief verschneiten Gebirge, in einer kleinen Holzhütte verbarrikadiert, hat dieses ungewöhnliche Quartett nur eines vor Augen: überleben. Barabáš beschwört eine an Sartre gemahnende, klaustrophobische Atmosphäre, in der sich das Geschehen zusehends zu einer Betrachtung über die wahre menschliche Existenz verdichtet. (J.M.)
 
Courtesy of Slovenský filmový ústav

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