The Elephant Man, 1980, David Lynch

The Elephant Man

Regie: David Lynch; Drehbuch: Christopher De Vore, Eric Bergren nach einer Vorlage von Frederick Treves und Ashley Montagu; Kamera: Freddie Francis; Musik, Kamera: John Morris; Schnitt: Anne V. Coates; Darsteller: John Hurt, Anthony Hopkins, Anne Bancroft. USA, 1980, 35mm, sw, 123 min. Englisch

Das Bedürfnis nach ausgestellten Monstrositäten und Sensationen erreichte gegen Ende des 19. Jahrhunderts makabre Höhepunkte. In einer dieser sogenannten Freak Shows entdeckte der englische Arzt Frederick Treves den "Elefantenmenschen" Joseph Merrick. Seit seiner Kindheit war Merrick infolge einer unheilbaren Nervenkrankheit und durch Geschwulste am ganzen Körper deformiert. Nachdem ihn seine eigene Familie verstoßen hatte, fristete er als Ausstellungsobjekt sein Dasein. Lynch arbeitete mit De Vore und Bergren am Skript, aber kein Studio wollte das Projekt produzieren. Mel Brooks ging das Risiko ein, ließ sich auf den Plakaten aber aus den Credits streichen, um nicht den Verdacht auf eine mögliche Komödie aufkeimen zu lassen. John Hurt schaffte es trotz aufwändiger Maske, Merrick als gefühlsbetonten Menschen darzustellen. Durch David Lynchs zurückgenommene Regie gelang ihm eine berührende Studie über Menschenwürde und Außenseitertum. (E.S.)

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