Domovine, 2020, Jelena Maksimović (Foto: Viennale)

Domovine (Homelands)

Regie: Jelena Maksimović; mit: Jelena Angelovski, Kostas Siapalinis, Marios Siapalinis. RS, 2020, 63 min. OmeU
 
Davor:
A Tongue Called Mother Eva Giolo. BE, 2019, 18 min. Französisch mit engl. UT
 
"Domovine" bedeutet: Ort, an dem wir uns zu Hause fühlen. Eine junge Frau fährt durch eine blaue Schneelandschaft. Kriegsspuren, Archivbilder, Widerstandslieder verschmelzen mit den Erinnerungen an die Großmutter, die als kommunistische Partisanin im griechischen Bürgerkrieg aus ihrem Dorf nach Jugoslawien floh. Ihre Enkelin wandelt zwischen verlassenen Häusern, Frühlingswiesen und Sommerfeldern, getrieben von ihrer Sehnsucht nach Wurzeln. Am Ende wird sie in einem Monolog eins mit der Vorfahrin und deren Kampf gegen die Kriege der Männer und die Knechtung der Frauen. Domovine fasst die Trauer um den Verlust von Heimat in eine persönliche Reise. (Maria Marchetta)

A Tongue Called Mother: Ein mit Sorgfalt und Ruhe komponiertes Flechtwerk aus Bilder lesender Erstklässler und Bilder gemeinsamer Aktivitäten dreier Frauen (Mädchen, Frau, Greisin). Zwischen die Szenen schieben sich zuweilen Monochrome, Interieurs oder durch Kinderhand auf eine Schultafel geschriebene Anweisungen. Ein Wort bezeichnet eine Farbe oder bezieht sich auf eine Szene, die ihrerseits wiederum auf etwas anderes verweist; Geschriebenes, Gelesenes und Gefilmtes stehen miteinander in zunehmend sich verdichtender Wechselbeziehung. Eine Übung in Konzentration. (Ferdinand Keller)

Spieltermine:

Do 29.10.2020 13:30
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Während der Viennale von 23.10. bis 1.11. sind keine Reservierungen möglich, es gelten gesonderte Ticketregelungen. Tickets sind ausschließlich an Viennale-Kassen, per Telefon 01/526 594 769 oder unter www.viennale.at erhältlich.