Rakhshan Banietemad am Set von Ghesse-ha (Tales, 2014)

Ghesse-ha (Tales)

Regie: Rakhshan Banietemad; Drehbuch: Rakhshan Banietemad, Farid Mostafavi K: Koohyar Kalari; Schnitt: Sepideh Abdolvahab; Musik: Siamak Kalantari; Darsteller*innen: Golab Adineh, Mohammadreza Forootan, Baran Kosari. IR, 2014, DCP (von 35mm), Farbe, 88 min. Persisch mit engl. UT
 
Banietemads jüngster Spielfilm ist im Kontext ihrer Fiktionen eine Art großes Finale, ein Epilog zu all ihren bisherigen Erzählungen. Charaktere aus früheren Filmen tauchen in dieser fragmentarischen Sammlung von sieben Geschichten wieder auf: Unabhängig davon, in welche Richtung sich ihre Figuren entwickelt haben, bleibt Banietemads Blick liebevoll und voller Verständnis, sie steht loyal auf der Seite derer, die im Labyrinth der von der modernen iranischen Gesellschaft diktierten Regeln ums Überleben kämpfen. Vor allem aber ist Ghesse-ha ein Zeugnis des Netzes sichtbarer und unsichtbarer Bande, die alle Mitglieder einer bestimmten Gesellschaft unvermeidlicherweise miteinander verbinden, ganz gleich, ob es sich um Künstler*innen, Arbeiter*innen, Intellektuelle, Bürokrat*innen oder Kriminelle handelt. Sie alle gehören zum selben Gesellschaftsgefüge und beeinflussen das Leben der anderen viel mehr, als sie sich vorstellen können. (T.A.)

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