Jak si opatřit hodné dítě (Wie man ein braves Kind bekommt), 1965, Stanislav Látal, Miloš Macourek (Foto: Národní filmový archive)

(Un)Wirklichkeit

Mockumentary

Jak si opatřit hodné dítě (Wie man ein braves Kind bekommt) Stanislav Látal, Miloš Macourek. ČSSR, 1965, 35mm, Farbe, 10 min. Tschechisch mit engl. UT
Fascinující život nočních tvorů (Das faszinierende Leben der Nachtgeschöpfe) Anna Vančurová. SK, 2014, DCP, Farbe, 9 min. Englisch
Peripetie zpěvu (Peripetien des Gesangs) Jiří Tyller. ČSSR, 1985, 35mm, Farbe, 11 min. Tschechisch mit engl. UT
Dinosauři (Dinosaurier) Dao Thi Thuy Linh. CZ, 2013, DCP, sw, 6 min. Tschechisch mit engl. UT
Otrantský zámek (Das Schloss von Otranto) Jan Švankmajer. ČSSR, 1977, 35mm, Farbe, 18 min. Tschechisch mit engl. UT
Trikový soubor (Eine Sammlung von Tricks) Ester Nemjó. CZ, 2015, DCP, Farbe, 2 min. Tschechisch mit engl. UT
 
Der Begriff Mockumentary – die Kombination der englischen Wörter "mock" (verhöhnen) und "documentary" zur Beschreibung pseudodokumentarischer Persiflage – ist in den letzten Jahren durch zahlreiche Comedy-Formate im Fernsehen popularisiert worden. Aber im Animationskontext und insbesondere in der tschechoslowakischen Animation gibt es eine lange Mockumentary-Tradition. In der kommunistischen Zeit war es eine schlagkräftige Methode, zumal vieles nicht direkt angesprochen werden konnte. Bis heute ist es ein exzellentes Vehikel für tschechische und slowakische Künstler*innen, freche Kommentare in Parodien oder "Fake"-Formaten durchzuschmuggeln. (E.D.)