Nusja dhe shtetrrethimi (Die Braut und die Ausgangssperre), 1944, Kristaq Mitro, Ibrahim Muçaj (Foto: Arkivi Qendror Shtetëror i Filmit)

Nusja dhe shtetrrethimi (Die Braut und die Ausgangssperre)

Regie: Kristaq Mitro, Ibrahim Muçaj; Drehbuch: Elena Kadare; Kamera: Bardhyl Martiniani; Schnitt: Atalanta Pasko; Musik: Kujtim Laro; Darsteller: Rajmonda Bulku, Llazi Serbo, Thimi Filipi. Albanien, 1978, 35mm, sw, 52 min. Albanisch mit engl. UT
 
Seit der Gründung des staatlichen Kinostudios im Jahr 1952 erzählte der Großteil der albanischen Filmproduktionen vom kommunistischen Sieg über die deutschen Besatzer. Sogar nach dem Tod von Diktator Enver Hoxha 1985 wurde dieses Motiv immer wieder in Filmen aufgegriffen, oft bis zur Lächerlichkeit. Mit seinem Drehbuch von Elena Kadare, der Frau von Albaniens berühmtem Schriftsteller Ismail Kadare, bildet Nusja dhe shtetrrethimi eine bemerkenswerte Ausnahme: Nach der Ermordung eines faschistischen Beamten versucht eine junge Partisanin aus ihrer Heimatstadt zu entkommen. Als die Deutschen Hausdurchsuchungen durchführen, schmuggelt sich die Frau in eine Hochzeitsgesellschaft ein – und zwar als Braut. Ibrahim Muçaj und Kristaq Mitro arbeiteten gemeinsam an zehn Filmen, dieser zählt zu ihren besten. Die auf das Nötigste reduzierten, in Schwarzweiß gehaltenen Bilder erinnern gar an Robert Bressons Un condamné à mort s'est échappé. (T.L.)
 
Courtesy of Arkivi Qendror Shtetëror i Filmit

Spieltermine:

Sa 30.11.2019 20:30
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>>> Der Film wird am 2.11. auch als double feature mit Błękitny krzyż (Das blaue Kreuz) gezeigt.