Corbari, 1970, Valentino Orsini (Kadervergrößerung ÖFM)

Corbari

Regie: Valentino Orsini; Drehbuch: Valentino Orsini, Renato Niccolai; Kamera: Giuseppe Pinori; Schnitt: Roberto Perpignani; Musik: Benedetto Ghiglia; Darsteller: Giuliano Gemma, Tina Aumont, Antonio Piovanelli. Italien, 1970, 35mm, Farbe, 90 min. Italienisch mit engl. UT
 
Im September 1943, unmittelbar nach dem Waffenstillstand von Cassibile, mit dem Italien sein Bündnis mit dem Deutschen Reich löste und die Wehrmacht daraufhin das Land systematisch besetzte, schloss sich der 20-jährige Sirio (alias Silvio) Corbari aus der Emilia-Romagna dem Widerstand gegen die Besatzungstruppen an. Zunächst Mitglied der Samoggia-Bande, gründete er 1944 sein eigenes Bataillon, das schnell als Corbari-Bande berühmt wurde. Von seinen Freunden als mutig, impulsiv und stets fröhlich beschrieben, war Corbari der ideologische Hintergrund seiner Mitstreiter egal. Ob gebildete Kommunisten, ungebildete Bauern, erfahrene Kämpfer oder befreite Kriegsgefangene – das gemeinsame Motto lautete: Dem brutalen Naziterror ist nur durch ebenso extreme Gewalt beizukommen. Die Taktik: zuschlagen, davonlaufen, verstecken und alles noch mal von vorne. Valentino Orsini verbindet seine antifaschistische Botschaft mit der Tradition des italienischen Genrekinos. (J.M.)
 
Courtesy of Cineteca Nazionale