Gilaneh, 2005, Rakhshan Banietemad, Mohsen Abdolvahab

Gilaneh

Regie: Rakhshan Banietemad, Mohsen Abdolvahab; Drehbuch: Rakhshan Banietemad, Farid Mostafavi, Mohsen Abdolvahab; Kamera: Morteza Poursamadi; Schnitt: Davood Yousefian; Musik: Mohammad-Reza Aligholi; Darsteller*innen: Fatemeh Motamed Arya, Bahram Radan, Baran Kosari. IR, 2005, DCP (von 35mm), Farbe, 84 min. Persisch mit engl. UT
 
In Gilaneh verlässt Banietemad die belebten Straßen ihres geliebten Teherans, um inmitten der malerischen Hügel des nördlichen, ländlichen Iran eine kraftvolle Antikriegserzählung zu schaffen. Die Geschichte erstreckt sich über fünfzehn Jahre und folgt Gilaneh, deren Sohn Ismail gezwungen ist, das Heimatdorf zu verlassen, um den obligatorischen Militärdienst im langwierigen Iran-Irak-Krieg der 1980er Jahre abzuleisten. Gilaneh ist eine Ballade über Aufopferung und Einsamkeit, aber auch eine scharfe Kritik daran, wie die iranische Regierung mit all jenen umgeht, deren Leben durch diesen brutalen Konflikt physisch oder psychisch gezeichnet wurde. Anders als andere iranische Filme über diesen Krieg konzentriert sich Gilaneh auf das Leid einer Mutter. Ismail muss wie sein Namensvetter im Koran Befehlen von oben gehorchend für ein nicht näher definiertes "höheres Ziel" geopfert werden. Doch in der heutigen Zeit und im wirklichen Leben gibt es keine Gnade oder Erlösung in letzter Sekunde. Den offiziellen Darstellungen zufolge endete der Krieg mit einem Sieg für den Iran, aber Banietemad wagt die Frage: Wessen Sieg? (T.A.)

Spieltermine:

Fr 04.02.2022 18:30
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Mi 23.02.2022 21:00
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